
Geschrieben von: Anneliese Tonn-Pollex Mittwoch, den 17. Februar 2010 um 16:49 Uhr
Wie bekommt man bloß seine Botschaft vermittelt...
Gestern Abend bei Sandra Maischberger... Das Thema interessierte mich und außerdem fand ich auch die Mischung der Gäste sehr gelungen. Es ging um Ernährung und der (provokative) Titel lautete „Iss doch was du willst!“
Damit kann ich mich anfreunden. Ich bin absolut kein Fan von Diäten jeder Art, habe allerdings auch noch nie eine Diät gemacht. Gäste wie der unaufgeregte Sternekoch Alfons Schuhbeck vertritt eine für mich gut nachvollziehbare Position: Nimm gute Zutaten – was nichts mit Luxus zu tun hat – und bereite sie wenn möglich frisch zu und höre ansonsten auf deinen Bauch, d.h. iss das was dir gut tut.
Ich bin und war schon immer berufstätig und habe ganz sicher nicht immer Zeit und Lust zum aufwändigen Kochen, doch bin ich deshalb nicht der Meinung, dass man somit auf fast food und fertige (künstliche) Lebensmittel zurückgreifen sollte.
Bei Frau Maischberger nun ging es genau darum. Welche der unendlich vielen verschiedenen Theorien zum Thema Ernährung ist denn nun richtig?? Zuschauer erhofften sich hier vielleicht ein wenig Klarheit, auch ohne Dogma.
Da gab es dann den praktischen und Naturheilarzt (!) Dr. Gunter Frank. Nachdem ein dort aufgebauter und mit diversen Lebensmitteln bestückter Kühlschrank auf gute und schlechte Nahrungsmittel hin von einer Ernährungsexpertin bewertet und die schlechten Lebensmittel symbolisch in die Mülltonne geworfen worden waren, räumte Herr Dr. Frank diese alle wieder zurück und vertrat die These, dass – egal ob Sprühsahne oder „chemischer“ Eiersalat – alles gleich gesund sein, und dass nur die Angst vor falscher Ernährung krank mache.
Großes Erstaunen – auch bei mir... Übergewichtige Erwachsene, Kinder mit Diabetes und Ernährungsgewohnheiten, die einem Schauer über den Rücken jagen und ein Naturheilarzt propagiert die „Ist – doch – egal – Ernährung“.
Im Laufe der Diskussion, die immer verwirrender wurde, entstand dann bei mir der Eindruck, dass er seine These einfach nicht auf den Punkt bringen konnte. Er vermochte nicht zu differenzieren zwischen der Aussage „Höre beim Essen auf dein Bauchgefühl“ (teile ich) und der Aussage „Egal was du isst (Künstliches oder Natürliches), Hauptsache, es schmeckt dir" (teile ich nicht)! Ich denke, dass er Ersteres vermitteln wollte, es allerdings nicht vermochte. Letztendlich hat er ja eine Botschaft, die nur dann wirkt, wenn sie ihr Publikum auch erreicht.
Um mit Bob Boylan (Autor von „What’s your point?“ {-> Buch bestellen}) zu sprechen: „The ability to express an idea is well high as important as an idea itself „oder wie er in seiner deutschen Ausgabe „Bring’s auf den Punkt!“ sagt: „Für uns alle ist es an der Zeit, eine neue Fertigkeit zu erlernen. Gute Kommunikation ist eine Fertigkeit und zwar eine erlernbare!“
Ich empfehle das auch Herrn Dr. Frank, es sein denn ich habe ihn komplett falsch verstanden 
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